• » www.kirchebeatenberg.ch in neuem Fenster öffnen
    Aktuelle Informationen

    - Veranstaltungskalender
    Juni 2019

    » Download
      (pdf-Dokument)



    - Veranstaltungskalender
    Juli 2019

    » Download
      (pdf-Dokument)



    - Drachebärg Zytig
    Gemeinde Beatenberg
    » Externe Webseite


    Kirche Beatenberg / Foto: Christine Aellig Stettler



    Weitere aktuelle Themen

    Musikalischer Gottesdienst und Sommerkonzert

    Sonntag, 7. Juli, 09.45 Uhr und 17.00 Uhr

    » Download
      (pdf-Dokument)



    Bericht von der Seniorenreise

    » Download
      (pdf-Dokument)



    Vorschau: Alpgottesdienste im August

    Sonntag, 11. August auf der Bodenalp
    Sonntag, 18. August auf der Chüematte



    Geh aus mein Herz und suche Freud!

    Lukas Stettler

    In 15 Strophen umschreibt Paul Gerhardt in seinem Lied die Freuden des Sommers und rät uns, hinaus in die Natur zu gehen. Und tatsächlich, wer mit offenen Sinnen durch Feld, Wald und Wiesen geht, wird stets aufs Neue reich beschenkt. Ein kleines Wunder der Natur, welches wir miterleben durften, möchte ich gerne weitererzählen:

    Letztes Jahr im Mai haben wir ein paar Raupen des Lindenschwärmers entdeckt und aufgezogen. Die sehr gefrässigen Raupen wuchsen schnell. Nach einer Woche verfärbten sie sich und wurden sehr unruhig, sie irrten im Raupenkasten umher. In einem Ratgeber zur Aufzucht von Lindenschwärmern fanden wir den Tipp, dass sich die Raupen für die Verpuppung gerne in der Erde eingraben. Also stellten wir kleine mit Erde gefüllte Gefässe in den Kasten und siehe da: Zielstrebig vergrub sich eine Raupe nach der anderen in einem der Gefässe. Die Gefässe mussten wir an einem vor direkter Sonneneinstrahlung geschütztem Ort im Freien überwintern. Denn die Lindenschwärmer brauchen Frost für ihre Entwicklung zum Falter. Fast ein Jahr lang haben die Puppen in der Erde geruht bevor an einem warmen Maientag der erste Schwärmer geschlüpft ist. Wir hatten Glück, denn es war ein Weibchen und so konnten wir etwas sehr Verblüffendes beobachten. Bei den Schwärmern gehen nämlich nur die Männchen auf Partnersuche, die Weibchen hingegen halten sich an dem Ort still, an dem sie geschlüpft sind. Wir haben gelesen, dass die Männchen die Weibchen über kilometerweite Entfernung riechen und finden können. Kaum zu glauben, wenn man an den Duftcocktail denkt aus dem sich unsere Luft zusammensetzt. Wir platzierten das Weibchen am Stamm einer Linde und tatsächlich war es am nächsten Tag nicht mehr allein. Das Weibchen hat ungefähr 60 Eier gelegt und inzwischen knabbert eine neue Generation Schwärmerraupen am zarten Lindengrün.

    Wer beobachten kann, wie genial sich Pflanzen und Tiere aufeinander eingestellt haben, wird immer aufs Neue staunen. Dieses Staunen kann zu einer tiefen Ehrfurcht vor der Vielfalt und dem Reichtum des Lebens führen.

     









    » www.kirchebeatenberg.ch in neuem Fenster öffnen
    Urheberrechte / Copyright © http://www.kirchebeatenberg.ch
    Webseite: Christine Aellig Stettler und Lukas Stettler