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    50 Jahre Brot für alle: «Was müsste man tun, um 40 Millionen Menschen verhungern zu lassen? Nichts.»

    Lukas Stettler

    Seit 50 Jahren engagieren sich Brot für alle und Fastenopfer und gemeinsam für eine gerechtere Welt. 1968 erfasste der gesellschaftliche Aufbruch auch die Kirchen. Gleichzeitig war Ende der 1960er-Jahre der Enthusiasmus für die Entwicklungshilfe in der Bevölkerung verflogen. Es wurde immer klarer, dass es mehr braucht als ein paar Jahre engagierten Einsatz, um die – im damaligen Sprachgebrauch – «unterentwickelten» Gebiete dieser Welt von der Armut zu befreien.

    Vor diesem Hintergrund entschieden sich „Brot für alle“, „Fastenopfer“ und „Swissaid“ im Winter 1969 zu einer gemeinsamen Informationskampagne. Bei der Gestaltung der Plakate wurde bewusst auf die damals üblichen Kinder mit Hungerbäuchen verzichtet. Dafür wurden Slogans entwickelt, die bis heute zum Denken anregen: «Was müsste man tun, um 40 Millionen Menschen verhungern zu lassen? Nichts.» oder «Niemand hungert, weil wir zu viel essen, sondern weil wir zu wenig denken».

    Wie schon 1969 standen auch später die Sensibilisierung und das Aufrütteln der Menschen in der Schweiz im Vordergrund. Es ging Brot für alle und Fastenopfer in ihren Kampagnen immer darum, bei den Ursachen anzusetzen und die strukturellen Gründe von Ungerechtigkeit und Armut zu beleuchten. Frieden, Umweltschutz, Menschenrechte, gerechte Geschlechterbeziehungen, faires Wirtschaften und die Suche nach einem neuen, nachhaltigen Lebensstil sind Themen, welche die Kampagne seit 50 Jahren prägen.

    Bei vielen sind Fortschritte sichtbar: Wer hätte in den 1970er-Jahren gedacht, dass Fair-Trade-Bananen dereinst ein Kassenschlager der Grossverteiler werden? Fastenopfer und Brot für alle wagten sich immer auch an heisse Eisen und wurden dafür heftig kritisiert. 1986 sorgte die Ja-Parole der kirchlichen Hilfswerke zur Uno-Abstimmung für heftige Diskussionen. Auch in den letzten Wochen wurde in den Medien wieder heftig darüber debattiert, ob und inwiefern sich die Kirchen zu politischen Themen äussern sollen. «Das Herz muss Hände haben» – der Agendaspruch vom 27. März 1976 hat bis heute seine Gültigkeit behalten.







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