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    Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

    Lukas Stettler

    Die Jahreslosung für das Jahr 2020 ist ein Zitat aus dem Markusevangelium. Der 24. Vers das 9. Kapitels bringt eine Widersprüchlichkeit zum Ausdruck, die untrennbar zum Glaubensalltag dazugehört. Einerseits ahnen wir oder haben vielleicht auch schon erleben dürfen, dass Glaube Berge versetzen kann. Nur ist halt die Frage, ob wir wirklich so direkten Einfluss auf unseren Glauben nehmen können. Ist Glaube nicht etwas, dass sich in unserm Unterbewusstsein bildet und all das Erlebte mitsamt den Erfolgserlebnissen und den enttäuschten Hoffnungen irgendwie mit einbezieht? Ich denke, es ist nicht möglich, sich selbst zu überlisten und quasi mehr oder anders zu glauben, als man tatsächlich empfindet.

    Das wird aber auch nicht erwartet. Vielmehr bringt die Jahreslosung zum Ausdruck, dass Zweifel und Unglauben zum Glaubensleben dazugehören und ganz normal sind. Die Losung erinnert uns aber auch daran, dass wir nicht auf uns allein gestellt sind. Wir sind eingebettet in unsere Familie, in die Nachbarschaft, in die Dorfgemeinschaft und in die Glaubensgemeinschaft. Und da sollen wir uns gegenseitig stützen und tragen. Wie gut tut es doch, wenn man nicht mehr weitersieht und dann Hilfe von aussen kommt. Manchmal sind es Menschen, die uns zuhören und gut zureden. Manchmal ist es vielleicht auch das Gebet im stillen Kämmerlein, ein Trostlied oder schlicht eine Kerze, die Licht ins Dunkel bringt.

    Letztlich verweist die Jahreslosung auf Gott, den Ursprung des Lebens. Ich muss vor Gott nicht meinen Glauben beweisen, sondern darf auch meine Zweifel vor Gott bringen und sagen: „Hilf meinem Unglauben.“ Ich darf darauf vertrauen, dass Gott versteht und mich mitsamt den Zweifeln in seinen Händen trägt.



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    Webseite: Christine Aellig Stettler und Lukas Stettler