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    Kirche Beatenberg / Foto: Christine Aellig Stettler



    SchöpfungsZeit 2019: 1. September bis 4. Oktober

    Lukas Stettler

    Weltweit wird im September die SchöpfungsZeit gefeiert. Eine mehrjährige Themenreihe lädt ein, über die fünf Sinne nachzudenken. Dieses Jahr ist die Schöpfungszeit dem Geschmackssinn gewidmet. Und es lohnt sich durchaus, sich vertieft mit dem Thema zu befassen.

    Haben Sie zum Beispiel gewusst, dass wir Menschen fünf verschiedene Geschmacksrichtungen wahrnehmen können? Die ersten vier liegen auf der Hand: Salzig, sauer, süss und bitter. Aber wie heisst die fünfte?

    Würzig könnte man die fünfte Geschmacksrichtung in deutscher Sprache umschreiben. Umami heisst der Fachausdruck. Der Geschmack, welcher zum Beispiel in rezentem Käse ausgeprägt vorhanden ist, wird vor allem durch natürlich vorhandenes Glutamat hervorgerufen. Dass wir Menschen genau diese fünf Geschmacksrichtungen wahrnehmen können, kommt nicht von ungefähr. Die Wissenschaft vermutet, dass die Menschen auf natürliche Weise mit Hilfe des Geschmackssinns den Nährwert einer Nahrung beurteilen konnten. Und dies lange, bevor die ersten Bücher über sinnvolle Ernährung geschrieben wurden. Süss- und Umamigeschmack ist ein Anzeiger für kalorienreiche Nahrung. Salzig zeigt Mineralien an. Eine unangenehme Bitterkeit warnt vor verdorbenen oder giftigen Speisen. Der saure Geschmack deutet auf unreife Früchte hin. Interessant ist, dass der Geschmackssinn mit zunehmendem Alter abnimmt. Ein Säugling hat rund doppelt so viele Geschmacksknospen, wie ein erwachsener Mensch. Wir Menschen schmecken mit der Zunge und die verschiedenen Geschmacksrichtungen haben auf der Zunge ihren eigenen Bereich.

    So richtig spannend wird es aber, wenn wir uns mit dem Geschmacksinn der Tiere befassen. So mag es erstaunen, dass Katzen entgegen ihrer bisweilen sehr wählerischen Essgewohnheiten gar nicht die ausgeprägten Feinschmecker sind. Sie verfügen über 500 Geschmacksknospen, ein erwachsener Mensch über 2000 bis 5000. Dies ist aber nichts im Vergleich mit den reinen Pflanzenfressern. Ein Pferd zum Beispiel hat rund 35‘000 Geschmacksknospen! Und diese benötigt es auch, um die essbaren von den giftigen Kräutern zu unterscheiden. Fast gar nicht vorhanden ist der Geschmacksinn hingegen bei Pinguinen. Auf ihrer Zunge entdeckten Forscher an Stelle von Geschmacksknospen Widerhaken. Auch dafür gibt es eine logische Erklärung. Die Nahrung der Pinguine besteht ausschliesslich aus Fisch und diese verschlingen sie am Stück. Somit gibt es nicht viel zu schmecken und prüfen, die Widerhaken hingegen helfen beim Festhalten der Beute.

    Bis hierhin ist alles noch mehr oder weniger nachvollziehbar. Aber wie wäre es wohl, wenn wir mit den Füssen schmecken könnten? Wären wir Fliegen, so wüssten wir es. Sie fühlen den Geschmack mit ihren Beinen. Der absolute Gourmet unter den Tieren ist aber der Wels. Er schmeckt nicht nur mit dem Mund, sondern mit dem ganzen Körper. Er verfügt über 250‘000 Geschmacksknospen, die süss, sauer, bitter und salzig wahrnehmen können. Weil der Wels in der Dämmerung aktiv ist und oft im Schlamm nach Nahrung sucht, ist sein Geschmackssinn bei der Beutesuche entscheidend, während die Sehkraft zu wünschen übrig lässt.

    Liebe Leserin, lieber Leser,
    ich hoffe, dass die skizzierten Einblicke in die Welt des Geschmacksinns ihre Neugier geweckt haben. Sie sind herzlich eingeladen, sich in der SchöpfungsZeit 2019 noch vertieft damit auseinander zu setzen.

    Die Fachstelle „oeku Kirche und Umwelt“ hat zum Thema ein lesenswertes Magazin veröffentlicht, von welchem ich auf dem Tisch in der Eingangshalle der Kirche ein paar Exemplare zur Lektüre auslege.



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